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Wann wurde Radongas entdeckt?

Um die Frage zu beantworten, wann Radongas zum ersten Mal entdeckt wurde, müssen wir bis ins 16. Jahrhundert zurückgehen, als man begann, die Ursachen von Erkrankungen bei Bergleuten in Sachsen und Böhmen zu erforschen. Lungenerkrankungen waren unter diesen Bergarbeitern weit verbreitet, und es ist offensichtlich, dass häufig Radon die Ursache vieler Todesfälle war.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann eine ganz neue Ära in der Physik. Bekannte Namen wie Marie Skłodowska Curie, Röntgen, Becquerel, Max Planck, Einstein und andere leisteten einen großen Beitrag zu einem immer besseren Verständnis in diesem Bereich. Die Entdeckung der Radioaktivität war von großer Bedeutung.

Marie Curie entdeckte gemeinsam mit ihrem Ehemann Pierre Curie zwei neue Elemente: Radium und Polonium. Das Element Radium (das Isotop Ra-226) gab eine gewisse Strahlung ab, und zwei Wissenschaftler begannen, diese näher zu untersuchen: Ernest Rutherford und Friedrich Dorn. Dabei konzentrierte sich Dorn vor allem auf die Zerfallskette von Radium. Rutherford wiederum beobachtete, dass das von Radium abgegebene Gas ebenfalls radioaktiv war. Aus diesem Grund ist nicht ganz klar, wer Radon zuerst entdeckte. In der Wissenschaft wird der Name Radon jedoch seit dem Jahr 1923 verwendet.

 

Radon im eigenen Zuhause seit 1980er Jahren bekannt

Gesundheitsschäden durch den Kontakt mit Radon in Bergwerken sind schon länger allgemein bekannt, die Gefahren einer Radon-Exposition im eigenen Zuhause wurden dagegen bis Mitte der 1980er Jahre kaum erforscht. Ein bekanntes Beispiel ist der Fall von Stanley Watras, der in einem Kernkraftwerk in Pennsylvania arbeitete und beim Betreten der Anlage den Strahlungsdetektor auslöste. Interessanterweise war das Kernkraftwerk aber noch gar nicht in Betrieb, sondern befand sich noch im Bau. Was war also der Grund für den Ausschlag des Strahlungsdetektors, als Stanley die Anlage betrat? Weitere Untersuchungen brachten ans Licht, dass bei ihm zu Hause hohe Radonkonzentrationen vorlagen.

Seitdem konnte die Forschung zeigen, dass Radon nach dem Rauchen die zweithäufigste Ursache von Lungenkrebs ist. Im Jahr 1988 stufte die IARC Radon als einen krebserregenden Stoff der Kategorie 1 („human carcinogen type 1“) ein. Auch im Europäischen Kodex zur Krebsbekämpfung ist die Exposition mit Radon aufgelistet. Unlängst legte die Euratom-Richtlinie für grundlegende Sicherheitsnormen (EURATOM BSS 59/2013) einen Referenzwert von 300 Bq/m³ fest, der sowohl für die Allgemeinheit als auch für Arbeitnehmer gilt.

Wie wissen Sie, ob Sie erhöhten Radonkonzentrationen ausgesetzt sind? Das lässt sich nur mithilfe von Messungen herausfinden.

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