Radon kommt überall vor – auch zu Hause

Radon ist ein in der Bevölkerung Deutschlands unbekanntes Gas. Nur wenige Menschen wissen, worum es sich dabei handelt, und noch weniger sind sich des Risikos einer längeren Radonexposition bewusst. Noch immer wird dieses Thema in den Medien nicht umfassend behandelt und von den Behörden nicht ausreichend berücksichtigt. Zum Beispiel schreibt das Gesetz in Deutschland keine Schutzmaßnahmen vor, wenn es sich um ein bereits bestehendes Gebäude handelt und kein Arbeitsplatz betroffen ist. Dies führt dazu, dass sich die Bevölkerung außerhalb der sogenannten „Risikogebiete“ der Gefahr für die Gesundheit nicht bewusst ist, obwohl sie überall besteht, nicht nur in Risikogebieten.

Viele Menschen halten eine Radonbelastung daher für ein nebensächliches Problem, das sie möglicherweise nicht einmal betrifft. Doch dies ist falsch, denn Radon kommt überall vor. Die Frage lautet nur, in welcher Menge. In Deutschland besteht noch kein gesetzlich vorgeschriebener Referenzwert für den Wohnbereich. Dies bedeutet jedoch nicht, dass von Radongas keine Gefahr für die Gesundheit ausgeht. Glücklicherweise jedoch gilt für Arbeitsplätze ein gesetzlich festgelegter Referenzwert: 300 Bq/m³. Die WHO empfiehlt in ihrem letzten Bericht sogar, die Radonkonzentration in der Raumluft unter 100 Bq/m³ zu halten.

Eine Radonmessung ist die einzige Möglichkeit, um herauszufinden, ob Sie bei sich zu Hause oder an Ihrem Arbeitsplatz einem Risiko ausgesetzt sind.

Warum hat das  BfS dennoch eine Radonkarte für Deutschland erstellt?

Die Radonkarten, die in den meisten europäischen Ländern zu finden sind, sind notwendige und unverzichtbare Instrumente, denn sie ermöglichen es, Prioritäten zu setzen. Doch diese Radonkarten spiegeln nicht das tatsächliche Risiko für die Gesundheit wider, da sie nicht alle Parameter berücksichtigen, die für eine effektive Risikobewertung relevant sind. Beispielsweise zeigt die Radonkarte für Deutschland nur die Radonkonzentration in der Bodenluft an. Auch wenn diese das wichtigste Kriterium ist, werden andere Parameter wie die Bauqualität, die Porosität des Bodens, lokale Schwankungen, Klima etc. nicht berücksichtigt. Tatsächlich kann ein gut geplantes, modernes und ausreichend belüftetes Haus, das auf einem sogenannten risikoreichen Boden mit hoher Radonbelastung errichtet wurde, deutlich niedrigere Radonwerte aufweisen als ein schlecht isoliertes, altes und wenig belüftetes Haus.

Man sollte sich deshalb bewusst machen, dass Radonkarten nur begrenzte Informationen liefern und der beste Weg, sich selbst zu schützen, eine Radonmessung ist.

Alles klar, ich möchte eine Radonmessung vornehmen!

Mit Radonova ist eine Messung in Ihrem Haus ganz einfach. Befolgen Sie die Anleitung:

  • Bestellen Sie über unseren Webshop. Bestellen Sie Radtrak²® für Langzeitmessungen oder Rapidos® für Kurzzeitmessungen.
  • In wenigen Tagen bekommen Sie die Radondetektoren und eine Anleitung zugesandt.
  • Platzieren Sie die Messgeräte gemäß den Anweisungen der Anleitung.
  • Loggen Sie sich auf „Meine Seiten“ mit Ihrer Auftragsnummer und dem Passwort ein, die Sie mit der Anleitung erhalten haben.
  • Geben Sie alle Informationen zu Ihrer Strahlungsmessung ein.
  • Sobald die Messung abgeschlossen ist, senden Sie die Radondetektoren auf dem Postweg an die Adresse zurück, die auf der Anleitung angegeben ist.
  • Nach 1 bis 2 Wochen können Sie sich auf Meine Seiten einloggen und den Analysebericht herunterladen.

Denken Sie daran, dass dringend empfohlen wird, die Radonmessung zwischen September und April vorzunehmen. Zu dem Zeitpunkt, zu dem Radon in der Raumluft normalerweise stärker vorhanden ist.

Mein Analysebericht zeigt einen Gehalt von über 100 Bq/m³ an. Was soll ich tun?

Keine Panik, Sie sind in einem solchen Fall nicht allein. Eine sogenannte Radonsanierung ist oft einfach und nicht teuer. In den meisten Fällen reicht eine regelmäßigere Belüftung der Wohnung oder die Erneuerung der Lüftungsanlage aus, um die Radonkonzentrationen unter die Gefahrenschwelle zu senken.

Werden jedoch hohe Konzentrationen festgestellt, können umfangreichere Maßnahmen erforderlich sein. Auffüllen von Rissen in Teilen des Hauses mit Erdkontakt, Einrichtung eines Unterdrucksystems unter dem Gebäude etc. Es gibt immer eine Lösung.

In allen Fällen sollte ein Fachmann für Radonsanierungen hinzugezogen werden. Dieser wird Ihnen die besten Lösungen zur Senkung der Radonkonzentration in Ihrem Haus aufzeigen. Denken Sie daran, dass jede Situation individuell bewertet werden muss und nur ein Fachmann Sie in diesem Projekt unterstützen kann.

Ein effektiver Schutz gegen Radon senkt langfristig das Risiko einer Lungenkrebserkrankung und steigert den Wert Ihrer Immobilie. Zögern Sie nicht länger und bestellen Sie jetzt Ihre Messgeräte!