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Radonmessung in Wohnungen

Radtrak³® – Detektor für eine Langzeitmessung von Radon, die einen zuverlässigen Jahresmittelwert ergibt.

Kurzzeitmessungen von Radon in Wohnungen

Rapidos® – Detektor mit ratgebendem Resultat innerhalb von 10 Tagen. Sollte mit einer Langzeitmessung ergänzt werden.

Radon messen: So prüfen Sie die Radonbelastung in Ihrem Haus richtig

Radon kann unbemerkt in Häuser und Wohnungen eindringen. Ob und wie stark Ihr Zuhause betroffen ist, lässt sich nicht riechen, sehen oder mit einem kurzen Blick einschätzen. Verlässliche Klarheit bringt nur eine Radonmessung.

Auf dieser Seite erfahren Sie, wann eine Messung sinnvoll ist, wie lange sie dauern sollte, wie viele Messgeräte Sie in der Regel benötigen und was Sie bei erhöhten Werten tun können.

Das Wichtigste in Kürze

  • Radon ist ein natürlich vorkommendes radioaktives Gas, das aus dem Boden in Gebäude eindringen kann.
  • Ob eine erhöhte Belastung vorliegt, lässt sich nur durch eine Messung feststellen.
  • Für Wohnräume ist eine Langzeitmessung am aussagekräftigsten, weil Radonwerte im Tages- und Jahresverlauf schwanken.
  • Der gesetzliche Referenzwert liegt bei 300 Bq/m³ als Jahresmittelwert.
  • Bei erhöhten Messwerten können bauliche und lüftungstechnische Maßnahmen helfen, die Belastung zu senken.

Warum sollte man Radon messen?

Radon entsteht im Erdreich und gelangt vor allem über erdberührte Bereiche wie Keller, Bodenplatten, Fugen, Leitungsdurchführungen oder kleine Undichtigkeiten in Gebäude. Da das Gas farb-, geruch- und geschmacklos ist, bleibt eine Belastung ohne Messung unbemerkt.

Eine Radonmessung ist sinnvoll, wenn Sie Gewissheit über die Belastung in Ihrem Zuhause möchten, in einem Gebiet mit erhöhtem Radonvorkommen wohnen, einen Keller regelmäßig nutzen oder vor Sanierungsentscheidungen eine verlässliche Grundlage brauchen.

Wann ist eine Radonmessung besonders sinnvoll?

  • Sie wohnen in einem Haus mit Keller oder in einem Gebäude mit erdberührten Räumen.
  • Sie möchten einschätzen, ob in Wohnräumen oder häufig genutzten Aufenthaltsräumen erhöhte Radonwerte auftreten.
  • Sie leben in einer Region mit bekannt erhöhtem Radonpotenzial.
  • Sie planen Sanierungsmaßnahmen und möchten vorher oder nachher belastbare Werte vergleichen.
  • Sie kaufen, verkaufen oder vermieten eine Immobilie und möchten den Zustand besser einordnen.

Wie misst man Radon richtig?

Für Privathaushalte wird in der Regel ein passives Radonmessgerät in den relevanten Räumen aufgestellt. Das Gerät misst die Radonkonzentration über einen definierten Zeitraum. Danach wird es zur Auswertung ins Labor zurückgesendet und Sie erhalten einen Messbericht.

  1. Passende Anzahl an Messgeräten auswählen.
  2. Messgeräte in geeigneten Räumen aufstellen.
  3. Messung über den empfohlenen Zeitraum durchführen.
  4. Messgeräte zurücksenden und Ergebnisse auswerten lassen.

Langzeit- oder Kurzzeitmessung?

Langzeitmessung

Eine Langzeitmessung ist die beste Grundlage, um die tatsächliche Radonbelastung in Wohnräumen realistisch zu bewerten. Sie bildet Schwankungen über Wochen und Monate besser ab und ist deshalb für Entscheidungen im Eigenheim meist die erste Wahl.

Kurzzeitmessung

Eine Kurzzeitmessung kann eine schnelle erste Einschätzung liefern. Sie ist hilfreich, wenn Sie kurzfristig einen Hinweis auf erhöhte Werte brauchen. Für eine belastbare Beurteilung der langfristigen Belastung sollte bei auffälligen Ergebnissen jedoch in der Regel eine Langzeitmessung folgen.

Wie viele Messgeräte werden benötigt?

Wie viele Messgeräte sinnvoll sind, hängt von Größe, Grundriss und Nutzung des Gebäudes ab. In Einfamilienhäusern werden häufig mindestens zwei Messpunkte gewählt, damit sich die Belastung in unterschiedlichen Bereichen besser beurteilen lässt.

Typisch sind Messungen in Aufenthaltsräumen im untersten bewohnten Geschoss sowie in weiteren relevanten Räumen mit regelmäßigem Aufenthalt. Wird der Keller regelmäßig genutzt, kann auch dort ein Messpunkt sinnvoll sein.

Wo sollten Radonmessgeräte aufgestellt werden?

  • In Räumen, in denen Sie sich regelmäßig und länger aufhalten.
  • Vorzugsweise im untersten bewohnten Geschoss.
  • Bei Bedarf zusätzlich im Keller, wenn dieser genutzt wird.
  • Nicht direkt am Fenster, an Heizquellen, in Zugluft oder auf dem Boden.

Was bedeutet der Referenzwert von 300 Bq/m³?

Der Referenzwert von 300 Bq/m³ ist ein gesetzlicher Vergleichswert für den Jahresmittelwert der Radonkonzentration in Innenräumen. Er hilft dabei, Messergebnisse einzuordnen und zu bewerten, ob Handlungsbedarf besteht.

Messergebnis Einordnung Empfohlener nächster Schritt
Unter 100 Bq/m³ Niedrige Belastung Kein akuter Handlungsbedarf. Ergebnis dokumentieren.
100 bis 300 Bq/m³ Erhöhte Aufmerksamkeit sinnvoll Situation beobachten und bei Bedarf Ursachen im Gebäude prüfen.
Über 300 Bq/m³ Erhöhter Handlungsbedarf Geeignete Minderungsmaßnahmen prüfen und Ergebnis nach Maßnahmen erneut messen.

Was tun bei erhöhten Radonwerten?

Erhöhte Werte bedeuten nicht automatisch, dass sofort eine große Sanierung nötig ist. Häufig ist der richtige Weg, mögliche Eintrittsstellen zu prüfen, das Lüftungsverhalten zu bewerten und bei Bedarf geeignete Abdichtungs- oder Lüftungsmaßnahmen umzusetzen. Anschließend sollte erneut gemessen werden, um die Wirksamkeit zu überprüfen.

  • Eintrittspfade im Keller und an erdberührten Bauteilen prüfen
  • Fugen, Risse und Leitungsdurchführungen kontrollieren
  • Lüftungskonzept oder technische Maßnahmen prüfen
  • Nach umgesetzten Maßnahmen eine Kontrollmessung durchführen

Welche Radonmessung ist für Ihr Zuhause sinnvoll?

Wenn Sie die Radonbelastung in Ihrem Eigenheim verlässlich bewerten möchten, ist eine Langzeitmessung in den meisten Fällen die beste Wahl. Sie liefert eine fundierte Grundlage für die Einordnung des Jahresmittelwertes und ist besonders geeignet, wenn Sie dauerhaft Klarheit möchten.

Hier finden Sie passende Radon-Messgeräte für Ihr Eigenheim.

Häufige Fragen zur Radonmessung

Kann ich Radon ohne Messgerät erkennen?

Nein. Radon ist unsichtbar sowie geruchs- und geschmacklos. Eine Belastung lässt sich nur mit einer Messung feststellen.

Wie lange sollte man Radon messen?

Für eine verlässliche Beurteilung im Wohnbereich ist eine Langzeitmessung in der Regel die beste Grundlage. Kurzzeitmessungen können ergänzend für eine erste Einschätzung sinnvoll sein.

Reicht ein einzelnes Messgerät?

Das hängt vom Gebäude ab. Für viele Häuser sind mehrere Messpunkte sinnvoll, damit unterschiedliche Bereiche besser bewertet werden können.

Ist eine Radonmessung auch in Wohnungen sinnvoll?

Ja, besonders wenn sich die Wohnung im Erdgeschoss oder in einem Gebäude mit erdnahen Aufenthaltsräumen befindet.

Was passiert nach der Messung?

Nach der Auswertung erhalten Sie einen Messbericht. Auf dieser Basis können Sie einschätzen, ob weitere Maßnahmen nötig sind.