Radonmessung in Wohnungen
Radtrak³® – Detektor für eine Langzeitmessung von Radon, die einen zuverlässigen Jahresmittelwert ergibt.
Radon kann unbemerkt in Häuser und Wohnungen eindringen. Ob und wie stark Ihr Zuhause betroffen ist, lässt sich nicht riechen, sehen oder mit einem kurzen Blick einschätzen. Verlässliche Klarheit bringt nur eine Radonmessung.
Auf dieser Seite erfahren Sie, wann eine Messung sinnvoll ist, wie lange sie dauern sollte, wie viele Messgeräte Sie in der Regel benötigen und was Sie bei erhöhten Werten tun können.
Radon entsteht im Erdreich und gelangt vor allem über erdberührte Bereiche wie Keller, Bodenplatten, Fugen, Leitungsdurchführungen oder kleine Undichtigkeiten in Gebäude. Da das Gas farb-, geruch- und geschmacklos ist, bleibt eine Belastung ohne Messung unbemerkt.
Eine Radonmessung ist sinnvoll, wenn Sie Gewissheit über die Belastung in Ihrem Zuhause möchten, in einem Gebiet mit erhöhtem Radonvorkommen wohnen, einen Keller regelmäßig nutzen oder vor Sanierungsentscheidungen eine verlässliche Grundlage brauchen.
Für Privathaushalte wird in der Regel ein passives Radonmessgerät in den relevanten Räumen aufgestellt. Das Gerät misst die Radonkonzentration über einen definierten Zeitraum. Danach wird es zur Auswertung ins Labor zurückgesendet und Sie erhalten einen Messbericht.
Eine Langzeitmessung ist die beste Grundlage, um die tatsächliche Radonbelastung in Wohnräumen realistisch zu bewerten. Sie bildet Schwankungen über Wochen und Monate besser ab und ist deshalb für Entscheidungen im Eigenheim meist die erste Wahl.
Eine Kurzzeitmessung kann eine schnelle erste Einschätzung liefern. Sie ist hilfreich, wenn Sie kurzfristig einen Hinweis auf erhöhte Werte brauchen. Für eine belastbare Beurteilung der langfristigen Belastung sollte bei auffälligen Ergebnissen jedoch in der Regel eine Langzeitmessung folgen.
Wie viele Messgeräte sinnvoll sind, hängt von Größe, Grundriss und Nutzung des Gebäudes ab. In Einfamilienhäusern werden häufig mindestens zwei Messpunkte gewählt, damit sich die Belastung in unterschiedlichen Bereichen besser beurteilen lässt.
Typisch sind Messungen in Aufenthaltsräumen im untersten bewohnten Geschoss sowie in weiteren relevanten Räumen mit regelmäßigem Aufenthalt. Wird der Keller regelmäßig genutzt, kann auch dort ein Messpunkt sinnvoll sein.
Der Referenzwert von 300 Bq/m³ ist ein gesetzlicher Vergleichswert für den Jahresmittelwert der Radonkonzentration in Innenräumen. Er hilft dabei, Messergebnisse einzuordnen und zu bewerten, ob Handlungsbedarf besteht.
| Messergebnis | Einordnung | Empfohlener nächster Schritt |
|---|---|---|
| Unter 100 Bq/m³ | Niedrige Belastung | Kein akuter Handlungsbedarf. Ergebnis dokumentieren. |
| 100 bis 300 Bq/m³ | Erhöhte Aufmerksamkeit sinnvoll | Situation beobachten und bei Bedarf Ursachen im Gebäude prüfen. |
| Über 300 Bq/m³ | Erhöhter Handlungsbedarf | Geeignete Minderungsmaßnahmen prüfen und Ergebnis nach Maßnahmen erneut messen. |
Erhöhte Werte bedeuten nicht automatisch, dass sofort eine große Sanierung nötig ist. Häufig ist der richtige Weg, mögliche Eintrittsstellen zu prüfen, das Lüftungsverhalten zu bewerten und bei Bedarf geeignete Abdichtungs- oder Lüftungsmaßnahmen umzusetzen. Anschließend sollte erneut gemessen werden, um die Wirksamkeit zu überprüfen.
Wenn Sie die Radonbelastung in Ihrem Eigenheim verlässlich bewerten möchten, ist eine Langzeitmessung in den meisten Fällen die beste Wahl. Sie liefert eine fundierte Grundlage für die Einordnung des Jahresmittelwertes und ist besonders geeignet, wenn Sie dauerhaft Klarheit möchten.
Hier finden Sie passende Radon-Messgeräte für Ihr Eigenheim.
Nein. Radon ist unsichtbar sowie geruchs- und geschmacklos. Eine Belastung lässt sich nur mit einer Messung feststellen.
Für eine verlässliche Beurteilung im Wohnbereich ist eine Langzeitmessung in der Regel die beste Grundlage. Kurzzeitmessungen können ergänzend für eine erste Einschätzung sinnvoll sein.
Das hängt vom Gebäude ab. Für viele Häuser sind mehrere Messpunkte sinnvoll, damit unterschiedliche Bereiche besser bewertet werden können.
Ja, besonders wenn sich die Wohnung im Erdgeschoss oder in einem Gebäude mit erdnahen Aufenthaltsräumen befindet.
Nach der Auswertung erhalten Sie einen Messbericht. Auf dieser Basis können Sie einschätzen, ob weitere Maßnahmen nötig sind.